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18.03.2018

Damen: Derbysieger, Derbysieger .... hey, hey

SG Naabtaler Damen sichern sich durch einen klaren 31:25-Sieg im Landkreisderby gegen die Nabburger HSG die "Big Points"

SG Naabtal - HSG Nabburg/Schwarzenfeld 31:25 (14:12)

Am Sonntag um 17:00 Uhr kam es in der Burglengenfelder Gymnasiumhalle zu einem ganz besonderen Schmankerl für alle handballbegeisterten Fans im Landkreis Schwandorf. Die Spielgemeinschaft aus Städtedreieck/Schwandorf erwartete das Team aus Nabburg/Schwarzenfeld. Und das nicht genug ... in der BOL Ostbayern belegen die Damen der SG Naabtal vier Spiele vor Abschluss der Saison den zweiten Tabellenplatz, während die Nabburger Damen vier Punkte dahinter den dritten Platz inne haben - also allesamt sehr gute Zutaten beim Rezept für ein hochklassiges und emotionsgeladenes Derby und Spitzenspiel. Und die zahlreichen Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Da die HSG noch mehr Brisanz ins Spiel brachte und im Vorbericht schrieb, dass Sie zusätzlich eine Rechnung offen hätten, weil das Hinspiel in der kleinen Nabburger Gymnasiumhalle "nur" 24:24 Unentschieden endete, motivierten sie die Heim-Sieben umso mehr, in diesem Match bis an Ihre Grenzen zu gehen. Das Spiel begann dann auch ohne Abtastphase und sofort war Feuer in Form von aggressiver Abwehrarbeit in der Partie. Man hielt sich schon zu Beginn nicht damit auf, vergangenen Chancen oder unglücklichen Abwehraktionen hinterher zu trauern, sondern beschäftigte sich umgehend und zielstrebig mit der nächsten Situation. Daraus entwickelte sich ein sehr schnelles, kurzweiliges und hochklassiges Duell mit vielen Toren und schönen Aktionen hüben wie drüben. Nabburg hatte den besseren Start. Bedingt durch einige Torhüterparaden oder technische Fehler im Angriffsspiel der SGN gingen die Gäste durch druckvolles Umschaltspiel in Führung. Nach dem 2:2 konnten die Nabburgerinnen anfangs mehr spielerische Akzente setzen und kamen durch gezieltes Positionsspiel immer wieder zum Abschluss. Es wurden anschließend zwei Tore vorgelegt (2:4; 4:6; 5:7) und diesen Abstand verteidigten die HSGlerinnen bis Mitte der ersten Hälfte. Hier bemerkte man noch das Fehlen von Wechselalternativen wie von Sarafina Küss und Nicole Falter, die der Abwehr zu Beginn der Begegnung etwas Entlastung oder mehr Konstanz geben hätten können. Doch man sah auch bald, dass sich immer besser auf die Angriffe der HSG eingestellt wurde, die Absprachen klappten und die Lücken im Abwehrverbund nach und nach geschlossen wurden. Die Naabtaler Torfrauen gaben abwechselnd zusätzlich der Defensive die nötige Stabilität und entschärften viele gute Tormöglichkeiten, dass man schnell "hinten" rauskam und das einstudierte Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff gut umsetzte. Dennoch geriet man weiterhin immer wieder in Rückstand, da einige Situationen zu schnell abgeschlossen wurden oder man sich in der Gästedefensive fest rannte. Zu sehr beschäftigte man sich auf SGN-Seite damit, die Spielzüge zu ende zu spielen. Auch war man manches Mal zu übermotiviert und traf final die zweitbesten Entscheidungen. Ballverlußte setzten die quirrligen Gäste oft in Tempogegenstöße um kamen so zu ihren Toren. Ein Team-Time-Out brachte die Städtedreieck/Schwandorferinen dann in die Spur. Nach dem Ausgleich zum 9:9 nahmen sie das Spiel in die Hand und drückten dem Match ihren spielerischen Stempel auf. Es schien ab diesem Zeitpunkt so, als ob die Gäste konditionell etwas abbauten, während man selbst noch "viel Luft" hatte und das quasi fast ohne Wechselmöglichkeiten. Bis zum Pausenpfiff konnte man sich so über 13:10 auf 14:12 einen kleinen Vorsprung erspielen. In der Pause sprach Trainer Christian Deml an, dass man die Auslösehandlungen nicht bis zum Ende durchspielen muss und man selbst den Abschluss im 1:1 suchen sollte. Die Nabburgerinnen sollten auch in der Rückwärtsbewegung verteidigen müssen, damit sich ihre Abwehr noch nicht organisiert der "Zweite Welle" stellen kann ... und dies wurde dann alles hervorragend umgesetzt. Die ersten Minuten nach Wiederanpfiff wirbelten die Naabtalerinnen nur so im Angriff und netzten gleich drei Mal in Folge ein. In der 33. Spielminute stand es schon 17:12 für die Heim-Sieben. Dieser fünf Tore-Vorsprung wurde dann bis zur 40. Spielminute gehalten, bis der Gästetrainer eine Auszeit fürs Team beantragte. Genau zum richtigen Zeitpunkt für die SGN, wie sich herausstellen sollte. Man konnte sich dann noch besser auf die Auslösehandlungen der Nabburgerinnen einstellen und den letzten Schliff im eigenen Aufbauspiel geben. Auch das Zusammenspiel zwischen Cori Schießl und Kreisläuferin Tami Böhm klappte sehr gut, dass sie abwechselnd zum Torerolg beitragen konnten. Innerhalb weniger Minuten setzten sich die Städtedreieck/Schwandorfer Damen von 22:17 auf 26:17 vorentscheidend ab. Zu dieser Phase spielten die Schützlinge von Trainer Christian Deml ihre Angriffe vorbildlich, wie aus dem Lehrbuch, stellten sich auf die Schwächen der Gästedefensive gezielt ein und düpierten die Verteidigung des Landkreisrivalen ein ums andere Mal. Eine kurze Deckung gegen Sigi Schneeberger, die bis dahin das Spiel zusammen mit Mittespielerin Julia Graf ordnete, brachte die Naabtalerinnen dann etwas aus der Spur und ließ den Spielfluss etwas übersichtlicher erscheinen - auch technische Fehler häuften sich, die dann von der Söllner-Truppe in Gegentreffer umgewandelt wurden. Beim Spielstand von 26:20 nahm der Heim-Trainer wieder eine Auszeit um sein Team für die letzten zehn Minuten einzustellen. Man verwaltete das Ergebnis anschließend und konnte bis zum Schlusspfiff den Abstand von sechs Toren halten. Endstand 31:25. Somit ging das Gipfeltreffen im Landkreis klar an die SG Naabtal und auch das Ergebnis war in dieser Höhe verdient. Nach dem Spiel meinte der zufriedene SGN-Trainer, dass man diese Leistung umso höher bewerten muss, da man durch die Ausfälle von Kerstin Schmid, Sarafina Küss und Nicole Falter im Rückraum keine Wechselmöglichkeiten hatte und man trotzdem das Tempo in allen Mannschaftsteilen sehr hoch hielt. Auf jede Situation stellte man sich schnell ein und hatte Lösungen parat. Auch vom 7m-Punkt hat man mit der Schützin Vanessa Spitzner wieder die gewohnte Sicherheit ... was sich in mehreren vergangenen Spielen als Manko herausstellte. Durch diesen Sieg ist man drei Spieltage vor Ende der Spielzeit 2017/18 nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz der BOL-Ostbayern zu verdrängen und hat in einer starken Oberliga jetzt bereits die Vorjahresplatzierung bestätigt. Obwohr rechnerisch noch möglich wird es zum ersten Platz nicht reichen, da die TS Herzogenaurach für das Ziel Aufstieg zur Landesliga immer wieder Drittligaspielerinnen von ihrer ersten Damenmannschaft drei Ligen tiefer in der BOL einsetzt und somit das Team auf ein anderes Niveau hebt. Nächstes Wochenende hat man gleich wieder ein Topspiel vor der Brust, wenn man zur SG Rohr/Paveslsbach reist. Hier erwartet die Naabtaler Truppe ein heißer Tanz mit der besten Torschützing der Liga.